Zahnkontrolle beim Kaninchen

Da die Zähne von Kaninchen immerhin ihr ganzes Leben lang weiterwachsen, ist es wichtig, dass es eine Möglichkeit hat, um diese auch abzunutzen. Bei einem Kaninchen, welches in der Wildnis lebt, ist dies auch kein Problem, da es hier jede Menge Äste und Zweige findet, mit denen es seine Zähne immer wieder „in Form“ bringt. Bei jedem Nagen werden sowohl die Schneide- als auch die Backenzähne ein kleines Bisschen abgenutzt.

Für Zahnabrieb sorgen

Faserreiches Futter wie Heu, Zweige und Äste helfen Zahnproblemen vorzubeugen. Dazu viel naturnahes Futter wie Möhren oder andere frische Gemüsesorten.

Folgen zu langer Zähne

Bei Kaninchen, die nicht in der freien Natur leben, kann dies manchmal ein Problem sein. Entweder, weil das Kaninchen eine angeborene Fehlstellung der Zähne hat, oder weil es einfach nicht genug faserreiche Nahrung angeboten bekommt. Das hat mehrere Auswirkungen zur Folge: Der Kauvorgang funktioniert nicht mehr richtig, dies führt zu Schmerzen beim Fressen, was wiederum zu weniger Nahrungsaufnahme führt und dies wiederum hat eine verminderte Abnutzung der Zähne zur Folge – ein Kreislauf also, den man durchbrechen muss, um das Kaninchen gesund zu erhalten.

Wenn das Kaninchen nicht mehr in der Lage ist, seine Nahrung ausreichend zu zerkleinern, hat dies obendrein zur Folge, dass es Durchfall oder Blähungen bekommt. Ein Augenmerk auf die richtige Länge der Zähne zu legen, ist also grundsätzlich nie verkehrt.

Anzeichen – Zu lange Zähne erkennen

Erste Anzeichen dafür, dass mit den Zähnen des Kaninchens möglicherweise etwas nicht stimmt, sind langsames Fressen, starkes Speicheln, ein geschwollener Kiefer, ein unangenehmer Mundgeruch oder sichtbar falsche Zahnstellungen. Sogar Augenentzündung oder verklebtes Fell könnten ein verstecktes Zeichen dafür sein, dass es ein Zahnproblem gibt.

Beim Tierarztbesuch wird aber der Arzt ohnehin jedes mal dem Tier ins Maul schauen. Kaninchen, die dafür bekannt sind, dass sie Zahnprobleme haben, sollten regelmäßig dem Tierarzt zur Kontrolle vorgestellt werden.

Auch ein Gewichtsverlust kann ein Warnsignal und ein Zeichen für eine Zahnfehlstellung sein.

Abhilfe bei zu langen Zähnen

Sollte das Kaninchen tatsächlich unter einer Fehlstellung der Zähne leiden, wird der Tierarzt entscheiden, ob er diese beispielsweise mithilfe einer Zange oder eines Schleifgeräts und vermutlich unter Narkose kürzt. Sowohl die Backen- als auch die Schneidezähne von Kaninchen sind anfällig für Fehlstellungen und Fehlentwicklungen.

Teilweise leiden Kaninchen auch unter entzündeten Zahnwurzeln oder Eiterabszessen. Dies jedoch kann man nur feststellen, wenn das Tier geröntgt wird und das wiederum gestaltet sich am einfachsten, wenn das Kaninchen narkotisiert ist, denn derlei Behandlungen sind für die Tiere doch ein immenser Stress.

Vorbeugung – Zahnabrieb fördern

Damit es erst gar nicht so weit kommt, dass die Zähne immer weiter wachsen und es Zahnprobleme gibt, ist es wichtig, mit dem entsprechenden Knabbermaterial dem entgegenzuwirken. Das bedeutet, die Kaninchen sollten permanent genügend Äste und Zweige zur Verfügung haben, an denen sie sich so richtig „austoben“ können.

Äste fordern den Zahnabrieb

Dazu viel faserreiches und naturnahes Futter wie Heu, Möhren oder andere frische Gemüsesorten.

Ein Kaninchen, welches gesund und abwechslungsreich ernährt wird, wird im Normalfall auch keine Zahnprobleme bekommen.