Wurfbox im Kaninchenstall: der perfekte Nestkasten

Eine Wurfbox ist das A und O für die Zucht, denn Kaninchen sind Fluchttiere. Das trächtige Weibchen wird sich vor der Geburt in den Nestkasten verkriechen wollen. Was Sie hinsichtlich der Wurfbox im Kaninchenstall beachten müssen, wie Sie diese bauen und wie groß sie bestenfalls sein sollte, erklären wir Ihnen nachfolgend.

Eine Wurfbox für den Kaninchenstall kaufen

Im Handel erhalten Sie eine passende Wurfbox für den Kaninchenstall bereits ab einem Preis von ca. 20,00 Euro. Die meisten Modelle bestehen aus Sperrholz oder Siebdruckplatten, wobei sich beide Materialien als gut verträglich erweisen.

Sie können in der Regel zwischen den folgenden Größen wählen:

  • Wurfbox für Zwegrassen
  • Wurfbox für kleine und mittlere Rassen
  • Wurfbox für Riesen

Achten Sie darauf, dass der Nestkasten einen abnehmbaren Deckel sowie ein Einschlupfloch aufweist. Er sollte solide gebaut sein und zudem keine Gefahr für das Kaninchen darstellen. Idealerweise ist das Modell daher nicht genagelt, sondern geschraubt.

Achtung


Überprüfen Sie die Wurfbox vor der ersten Verwendung auf Lose Materialien und Verletzungsquellen, wie beispielsweise scharfe Kanten.

Die Wurfbox für den Kaninchenstall selber bauen

Wie erwähnt, brauchen trächtige Kaninchen einen Rückzugsort, an dem sie die Kleinen in aller Ruhe zur Welt bringen können. Die Wurfbox im Kaninchenstall ist genau die richtige Möglichkeit.

Folgende Größen sollten Sie einhalten:

  • Für Zwergrassen: 40 cm breit x 40 cm tief x 50 cm hoch
  • Für mittlere Rassen: 55 cm breit x 60 cm tief x 55 cm hoch
  • Für große Rassen: 55 cm breit x 75 cm tief x 55 cm hoch

Bauanleitung: Wurfbox in 7 Schritten zusammenbauen

Eine Wurfbox selbst herzustellen ist mit etwas handwerklichem Geschick sehr einfach möglich. Im Folgenden bieten wie mit einer Bauanleitung Hilfestellung.

Diese Materialien benötigen Sie für den Bau einer Wurfbox

  • Sperrholz-, Siebdruck- oder Pressspanplatten
  • Schrauben
  • Scharniere (für den Deckel)

Des Weiteren müssen Sie die folgenden Werkzeuge bzw. Hilfsmittel zur Hand haben:

  • Akkuschrauber
  • Maßband
  • Stichsäge
  • Stift und Zirkel zum Anzeichnen
  • Schleifpapier

Unser Tipp


In vielen Baumärkten können Sie das Holz auf das gewünschte Maß zuschneiden lassen, meist sogar kostenlos. Hierdurch sparen Sie sich beim Bauen zuhause viel Arbeit.

Wurfbox-Bauanleitung in 7 Schritten

  • Schritt 1. Messen Sie die gewünschte Größe der Platten aus, zeichnen Sie die Schnittlinien an und sägen Sie die Platten auf das gewünschte Maß
  • Schritt 2. Nehmen Sie nun den Zirkel zur Hand und zeichnen Sie das Schlupfloch an. Dieses sollte in die Vorderseite integriert werden und einen Durchmesser von ca. 25 Zentimetern haben
  • Schritt 3. Schneiden Sie das Schlupfloch mit der Stichsäge aus und fahren Sie mit dem Schleifpapier an den Kanten entlang, um diese zu glätten
  • Schritt 4. Als nächstes werden die Seitenwände, die Vorder- und die Rückseite auf der Bodenplatte angeschraubt. Achten Sie darauf, dass die Schrauben ins Holz und nicht daneben treffen
  • Schritt 5. Um den größtmöglichen Halt der Kiste zu erzielen, verschrauben Sie danach alle vier Seitenteile miteinander. Die Wurfbox muss ohne Deckel stehen können und dennoch stabil sein
  • Schritt 6. Befestigen Sie im letzten Schritt die Scharniere zunächst am Deckel und befestigen Sie dann den Deckel an der Wurfbox

Unser Tipp


Gehen Sie beim Schleifen sorgfältig vor, damit keine scharfen Kanten oder Splitter übrigbleiben, an denen sich das Kaninchen verletzen könnte.

Die Wurfbox „einrichten“

Damit das trächtige Weibchen in aller Ruhe die Kleinen werfen kann, muss die Wurfkiste sicher stehen. Sie darf nicht kippeln oder verrutschen. Ebenso ist es wichtig, dass das Kaninchen ein Nest bauen kann. Geben Sie deshalb auch Stroh und Heu in die Wurfbox.

Nun steht einer reibungslosen Geburt nichts mehr im Weg.